2. Teil unserer Ungarnreise Mai - Juni 2009

Von der Hortobagy geht es weiter in den Osten von Ungarn in Richtung Rumänien und der Ukraine
und dann hoch zur Slowakei.

4. Juni 2009

Die Stadt Debrecen gibt nicht viel her. Der Ort hatte im 13. Jht. eine führende Position in der kalvinistischen  Bewegung und war in der Geschichte zweimal die Hauptstadt von Ungarn. Nur einige Häuser sind sehenswert, so die große reformierte Kirche, das Rathaus, der schöne Kossuthplatz mit dem Brunnen und andere Bauten aus der Gründerzeit.
 

Die reformierte Kirche





Ein herrliches Wappen am Stadtplatz von Debrecen


Ein Hotel aus der Gründerzeit


Ein wunderschöner Brunnen am Kossuthplatz, dem Stadtplatz


Ein mächtiger Bau, da könnte eine Bank drinnen sein.

Das Theater von Debrecen

  6. Juni


Den Campingplatz von Lillafüred hat meine Frau ausgesucht. Er war nur ca. 16 km von Miskolc in einem Tal gelegen. Sehr ruhig, rundum nur Wald. Dann ist noch ein Camper aus Baden bei Wien mit seinem Bekannten gekommen, damit wir nicht so alleine sind. Der CP ist ungarisch, man darf nicht zu viel verlangen, ist aber mit warmem Wasser, bei HUF 4.000.- wohl feil. Rund um Lillafüred gibt es Höhlen und einen See, der auch zu befischen ist.


Das Hotel Palota, ein ehemaliges Schloss.


Der Berg hat viele Höhlen.                                                 Ein Dichter im Park.

  7. Juni.
 
Wir fahren nach Eger. ( Erlau )

Eger liegt im Matra- und Bükkgebirge, einem der besten Weinanbaugebiete und wurde 1241 von den Mongolen belagert und zerstört. Später wurde es eine türkische Provinz.
Das erzbischöfliche Palais.


Ein osmanisches Minarett. Das am weitesten westlich erhaltene Minarett, mit 40 m Höhe.
Es ist der nordwestlichste Bau der Osmanen in Europa.

Ein guter Ausguckplatz



3 Püppchen aus Heviz                                                      Bei einem Greisler

Blick auf den Dom

  Aufgang zur Burgruine


Blick von der Ruine über die Stadt


Eger
hat 12 verschiedene Kirchen und auch soviele Glaubensrichtungen



Kampfgruppe am Stadtplatz


Es ist ein schöner Platz
Von hier geht es in das " Tal der schönen Frauen " zu den Weinkellern. Es gibt einen süffigen Rotwein, das " Erlauer Stierblut ". Ob das der richtige ist, oder der in Villany oder wo anders?
Es hat geschüttet, aber trotzdem haben wir den Weinvorrat gründlich ergänzt. Per Liter um HUF 500.-


 8. Juni

Miskolc ist eine Industriestadt wo Eisen verhüttet wird. Hier stand das erste ungarische Theater. In den Höhlen im Bükkgebirge wurden Knochen von Eiszeitmenschen gefunden.

Man muss einmal sagen, dass ganz Ungarn von den Habsburgern regiert und wenn notwendig auch gebranntschatzt wurde. Daher gibt es die Freiheitskämpfer Kossuth, Karoly, Szecheny, Rakoszis und wie sie alle heißen.





Nicht weit von Miskolc entfernt liegt Tokaj. Ein Weinanbaugebiet das sich bis hinauf nach Sarospatak nahe der Grenz zur Ukraine erstreckt. Nicht weniger als 15.000 Hektar Weinbauflächen sind hier aneinander gereiht. Wir haben auch dort Wein gekauft, ansonsten gabs in Tokaj nichts besonderes.

An der Strasse hinauf zur ukrainischen Grenze liegt Sarospatak, eine sehr schöne Stadt. Die Rakocsis, ein siebenbürgisches Herrschergeschlecht erbte Sarospatak um 1616. Dort entwickelte sich der Widerstand gegen die Habsburger und die Stadt wurde zum Zentrum des Aufstandes.
Bekannt als der Kuruzzenaufstand. Die Stadt fiel an die Habsburger.


Bronzeplastik der heil. Elisabeth, die später mit dem Markgrafen von Thüringen vermählt wurde. Sie war die Tochter des Apardenkönigs Andreas II. Sehenswert ist das Renaisanceschloß aus dem 14. Jht., auch die Bibliothek mit 2.000 Handschriften und 200.000 Büchern


Das Renaisanceschloß


Eine Bronzefigur im Garten.


Eine Hauptsehenswürdigkeit des Schlosses ist dieser Stiegenaufgang. Der rote Turm vom Burgschloss.


Besichtigungen machen auch hungrig. Schöne Potionen gibt es in Ungarn. Man wird sehr satt.

 9. Juni

Es gibt sie noch die einsamen Strände, sprich Plätze. Wir haben immer wieder Glück spezielle CP zu finden, wo wir ziemlich alleine sind.
Wir sind in Szecseny an der tschechischen Grenze gelandet. Im Ort ist ein CP, aber keine Seele anzutreffen, daher geht es weiter zum nahe gelegenen Robinson Campingplatz. Die Zufahrt ist ungarisch, mit Schlaglöchern überseht und sehr staubig. Es ist weder der Robinson noch der Freitag erreichbar. Ist auch kein Wunder, es ist erst Dienstag. Der Vorteil ist, wie auf den Bildern zu sehen, wir sind wieder ganz alleine. Kleines aber sauberes Sanigebäude und warmes Wasser bei HUF 4.000.- pro Tag. Aber die Dücken sollen noch kommen.
So hat der Wärter um 22,Uhr das Stromagregat abgeschaltet, obwohl wir den Preis für all inclusive vereibart haben. Am nächsten Tag hat er ihn wieder um 9,00 Uhr eingeschaltet. Das war uns dann doch zu viel und wir sind abgereist in Richtung Visegrad an der Donau.



Es gibt an die 30 solcher Holzbehausungen für bis zu 4 Personen. Vielleicht werden diese zu den Wochenenden bewohnt. Da sollte man noch mal jung sein, dann würde ich jedes WE mit einer Maid
hier die Zeit verbrin..............., schön war die Zeit, so schön, ........aber lassen wir das, es ist vorbei und wir in Ungarn beim Robinson.




10. Juni

Mit der Fähre geht es rüber nach Nagymaros.

Wir warten auf die Fähre nach Nagymaros um über die Donau nach Visegrad zu kommen. Dort werden wir ein paar Tage bleiben und von dort ausfahren.


Mit der Fähre geht es über die Donau.


Der CP in Visegrad. Und wieder gibt es viele Kirschen zum freien Pflücken, was ich natürlich mache.


Oben am Berg gibt es eine mächtige Burgruine und unten das rastaurierte Schloss des Ungarnkönig Mathias I. Man hat hier gute Arbeit geleistet.





König Mathias von Ungarn


Zimmerhohe Kachelöfen, wobei die Kacheln aus Deutschland stammen
.


Blick von Visegrad über die Donau nach Nagymaros.

11. Juni


Der Weg führt uns über Szecseny nach Hollokö zu den Polozen, einem eingewanderten Volksstamm aus der großen Völkerwanderung. Man konnte nicht herausfinden von wo die Polozen abstemmen. Man vermutet aus dem asiatischen Raum.


Schloss Forgach in Szecseny.
Die Besitzer hatten einen ideale Aussichtspunkt über das Tal. 1219 zum erstenmal genannt, wurde es 1770 zum Schloss umgebaut.

Hollokö auf deutsch Rabenstein ist ein kleiner netter Ort, mit einer starken Burg, heute Ruine, mit Blick weit ins Land gegen alle Richtungen.

Das Wappentier von Hollokö


Die Burg von Hollkö, mit Ausstellung aus der Ritterszeit.




Die Polozen haben einen eigenen Hausstil. Ein Fachwerkhaus auf Steinsockel, weiß getüncht, mit Veranda und kunstvoll geschnizten Holzpfeilern. Ursprünglich mit Stroh gedeckt, 1909 nach einem Brand wieder aufgebaut und nur mehr mit Ziegel eingedeckt.
Bei Hochzeiten werden bis zu 300 Gäste mehrere Tage lang rund um die Uhr bewirtet.

Im Puppenmuseum

Eine echte Puppe, die auch weben kann.

Ein typisches Polozenhaus.


In jeder Nische wird für das Museum gearbeitet


Die Puppenmacherin

12. Juni

Heute waren wir auf der Burg von Visegrad. Sie diente einst  zur Verdeidigung der Linie gegen die Osmanen. Die gewaltige Befestigung bietet gute Sicht weit ins Land hinein.


Eingang zur Burg                                                                Königssessel


Streitwägen                                                                        Steinschleuder

Blick von der Burg über die Donau

Blick zurück zur Burg

Weiter geht es nach Szentendre eine quirrligen Stadt mit viel Fremdenverkehr.

Eine etwas andere Baukunst


Fuzo in Szentendre


Hier gibt es eine Marzipanmanufaktur und ein Marzipanmuseum

  
Berühmte Persönlichkeiten                            Ein Hundeleben


101 Dalmatiner                                       Hochzeitskutsche

Es geht sehr geschäftig zu



Wie in Salzburg in der Getreidegasse, in jedem Haus ein Geschäft bis oben unter das Dach.
Szentendre ist eine Stadt der Künste mit 12 Kirchen, 43 Museen und Galerien usw.

Uns aber zieht es weiter nach  Esztergom, hier mit dem schönen Hauptplatz und der Dreifaltigkeitssäule.





Der Nymphenbrunnen


Die große Basilika, die dem hl. St. Stephan geweiht ist, mit einer Terasse von wo aus schon Marcus Aurelius die Flußüberquerung der römischen Legionen beobachten konnte.

Die Pfarrkirche mit dem Primaspalast


Blick über die Stadt rückwärts die Brücke in dieSlowakei

Kuppel der Basilika


Milleniumsdenkmal: Die Krönung des heiligen St. Stephan zum König von Ungarn.

  St. Istvan, Kämpfer hoch zu Ross

13. Juni 2009 
Heute ist ein Tag zum Faulenzen. Wir sind in der Therme in Komarom gelandet.

14. Juni 2009
 Ein Ausflug nach Tata, Tatabanya steht am Programm.


Tata, eine kleine Stadt mit dem Habsburgerschloss und der Burg.  Tata ist eine alte Wehrstadt gegen die Türken. In Tata gibt es ein gut ausgestattetes Museum mit griechisch - römischen Statuenkopien auf dem Hösök, in der ehemaligen Synagoge mit 100 Figuren berühmter Persönlichkeiten früherer Zeiten.

Tatabanya ist eine Kohlestadt. Hier gibt es die größten Vorkommen von Ungarn, daher außer dem Kohlemuseum nichts interessantes zu sehen.

15. Juni 2009

Als letzte Station der Reise ist der CP Hotel Aqua Therme in Mosonmagyarova. Für € 29,00 kann man auch die 10 - 12 Thermalbäder und Hallen benützen.  Wir haben das auch
ordentlich gemacht. Es wird weiter ausgebaut.



16. Juni 2009

Nach dem Thermalbadbesuch geht es heute nach Györ. Aber da erst ab 08,00 Uhr Einlass ist, fahren wir schon früher ab.


Das Rathaus von Györ.


Die Innenstadt, die Fuzo von Györ.           Eine lebendige Stadt.
                      

Schleck, schleck, .........                            Am Blumenmarkt


Ein staatliches Palais


Das Karmeliterodenshaus


Am Wiener-Tor-Platz. Wer genau schaut Kiraly hat eine Bierflasche in der Hand.


Die Bischofspalast


Könnte fast in Wien gewesen sein. Hier lebt die Nostalgie auf.


Die Bundeslade-Statue am Gutenbergplatz, gespendet von Karl III.


Der Szechenyiplatz wird neu gepflastert, daneben der Benediktiner Gebäudekomplex

Danach gibt es einen Abstecher nach Pannonhalma.

Das Kloster in Panonhalma. Hier wirken die
Benediktinermönche. Es gibt hier ein Gymnasium und Internat für 300 Schüler. Die Schule gehört seit vielen Jahren zu den besten von Ungarn. Das Kloster von Pannonhalma zählt heute rund 50 Mönche, die von ihrer Arbeit leben. Dort haben sie wieder den Weinanbau auf Vordermann gebracht.

Eingang zum Kloster

Weit geht der Blick ins Land

17. Juni 2009

Heute machen wir nach der Therme einen Bummel durch die Stadt Mosonmagyarova.


Der Aufgang zur Burg aus dem 15. Jht.





Das Schloss Esterhazy mit der Nepomuksäule. Hier ist eine Universität und Forschungsstätte für Bodenkultur  untergebracht.
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Am 18. Juni 09 geht es wieder zurück nach Gampern, in die Heimat. Somit geht auch diese Reise zu Ende. Rückblickend war sie sehr schön und erlebnisreich und hat keine Probleme aufgeworfen. Das Leben ist hier noch ein wenig einfacher und auch lockerer.
Viele Menschen sprechen hier auch deutsch, wenn auch nicht fließend, aber die Speisekarten haben wir überall in ungarisch, englisch und deutsch erhalten, auch an der rumänischen Grenze.
Das Land zu bereisen können wir nur empfehlen, aber mit vielen Nebensächlichkeiten muss man sich abfinden. Es ist eben Ungarn.
Ach ja, noch was. Die letzten 10 Jahre habe ich nicht so viele Kirschen und Sauerkirschen gegessen wie auf dieser Reise.

Wir haben nicht alles gesehen und waren auch nicht überall, aber das was wir gesehen haben, kann sich sehen lassen.
In diesem Sinne schaun sie sich das an: würde Fakas sagen.

Wenn es euch gefällt dann sagt es weiter, wenn es euch nicht gefällt,
dann sagt es bitte mir, dem adolfo